Eine Sehnentransfer-Operation ist ein chirurgischer Eingriff im Bereich der Orthopädie und Handchirurgie. Dabei werden funktionstüchtige Sehnen oder Sehnengruppen an die Stelle von nicht mehr funktionierenden Sehnen transferiert. Ein Beispiel: Patienten mit einem sogenannten „Fallfuß“ können den Fuß nicht nach oben heben. In solchen Fällen wird eine funktionierende Sehne von der Innen- oder Außenseite des Fußes an die Vorderseite verlegt, um die Hebebewegung zu ermöglichen. Entscheidend ist, dass die transferierte Sehne einwandfrei funktioniert.
Wann wird eine Sehnentransfer-Operation durchgeführt?
Eine Sehnentransfer-Operation wird dann notwendig, wenn die Funktion der betroffenen Muskeln und Sehnen irreversibel gestört ist. Dies kann beispielsweise durch nervale Schäden verursacht werden. Falls jedoch erwartet wird, dass die Nervenfunktion zurückkehrt, sollte mit der Operation abgewartet werden. Zudem muss das Gelenk intakt sein. Eine Sehnentransfer-Operation kann in einem Gelenk, das passiv nicht beweglich ist, keine Funktion wiederherstellen.Warum wird eine Sehnentransfer-Operation durchgeführt?
Eine Sehnentransfer-Operation kommt bei Bewegungseinschränkungen durch nicht mehr funktionierende Muskeln oder Sehnen zum Einsatz. Beispiele für typische Ursachen sind:- Fallfuß: Irreversible Nervenschäden nach Wirbelsäulenverletzungen oder Bandscheibenvorfällen.
- Ellbogenverletzungen: Rückbildungsresistente Nervenschäden nach Brüchen.
- Plexus-brachialis-Verletzungen: Teilweise Funktionsverluste in Arm und Hand.
- Unbehandelte Sehnenrisse: Chronische Sehnenrupturen oder spontane Sehnenrisse nach Handgelenksbrüchen oder rheumatischen Erkrankungen.
- Zerebralparese: In diesen Fällen erfolgt die Operationsplanung individuell.


